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Wahrnehmung?

Oder kann es sein, dass wir das sehen, was wir sehen wollen?
Vieles in unserer Umgebung, wenn nicht alles, hat mit unserer Wahrnehmung zu tun.
Ganz konkret also auch, wie wir die Umgebung durch unsere fünf Sinnesorgane
und über die Informationsverarbeitung im Gehirn erfassen.
Passiert es Ihnen dabei auch schon mal, dass Sie das Sichtbare Ihrer Umgebung,
unbewusst in eine angelernte "Schublade" einsortieren?

Im Gehirn eines Neugeborenen finden erste Festlegungen darüber statt,
was in der Außenwelt gesehen wird und wie es zu interpretieren ist.
Als Erwachsene sind wir nicht frei von diesen Festlegungen.
Weil das für uns sichtbare Spektrum der elektromagnetischen Wellen
nur ein winziger Teil der Realität ist, haben wir unsere eingeschränkte Sichtweise der Welt.
Das Erkennen unserer Umgebung ist daher eher
ein ständiges Konstruieren der eigenen Wirklichkeit.

Glauben Sie evtl. auch, dass dadurch für jeden ein eigenes, aber begrenztes Weltbild entsteht?
Dann würde es auf Filterungen und aus Annahmen über das Wahrgenommene bestehen.
Man könnte dann auch sagen:
das Sehen beeinflusst unser Denken und unser Denken beeinflusst, wie wir sehen.
Aber die Dinge sind oft anders als sie scheinen.

Auf diesen Seiten sind obige Überlegungen bewusst spielerisch und experimentell umgesetzt.

Seht Ihr den Mond dort stehen? Er ist nur halb zu sehen
und ist doch rund und schön!
So sind wohl manche Sachen, die wir getrost belachen,
weil unsere Augen sie nicht seh'n.

3. Strophe aus dem Gedicht "Abendlied" von Matthias Claudius.